Mühle Sissach (BL)

 

Die ehemalige Mühle aus dem 13. Jahrhundert in Sissach bei Basel wurde in den Jahren 2012 bis 2014 unter denkmalschützerischer Begleitung umfassend saniert [13]. Bei der Bestandsanalyse zeigte sich, dass der grösste Teil der thermischen Verluste mit ca. 48% auf die Fassade zurückzu-führen war. Über das Dach bzw. den Estrich wurden weitere 23% der Energie transmittiert. Vor der Sanierung bestand die Fassade aus einem ca. 60 bis 70 cm dicken Bruchsteinmauerwerk aus Kalksteinen, welches sich im 3.OG auf ca. 40 cm verjüngt. Das Mauerwerk war mit einem nicht historischen Putz nach aussen abgeschlossen. Der U-Wert dieser Wand betrug ca. 1.1 W/(m2·K). Neben weiteren Massnahmen wurden bei der Sanierung die Fenster ersetzt, der Estrichboden ge-dämmt und eine Aussenwärmedämmung mit dem Aerogel-Dämmputz Fixit 222 realisiert. Dazu wurde der bestehende Putz abgetragen und durch eine durchschnittlich 50 mm starke Schicht des Dämmputzes ersetzt (siehe Abbildung 6). Auf diese Art wurden ca. 440 m2 Fassade saniert. Der U-Wert nach der energetischen Ertüchtigung beträgt ca. 0.4 W/(m2·K). In der Summe führten die Sanierungsmassnahmen zu einer Reduktion des Primärenergiever-brauchs um ca. 60%. Die Sanierung wurde nach Minergie zertifiziert. Alle Angaben nach [13] und persönliche Kommunikation Emil Franov, Carbotech AG.
Auch diese Sanierung wäre mit konventionellen Dämmmaterialien nicht realisierbar gewesen, da dann entweder die Fensterdetails unter einer stärkeren Dämmung verschwunden wären oder die thermische Hülle nur geringfügig hätte verbessert werden können, z.B. mit einem konventionellen Dämmputz.