MFH Fichtenstrasse, Zürich (ZH)

 

Das 1877 in Zürich errichtete Mehrfamilienhaus mit Stein- und Ziegelmauern befindet sich in einem Quartier, welches zwischen 1873 und 1889 erbaut wurde und welches städtebaulich und denkmalpflegerisch als wertvoll eingestuft wird. Das Ziel der Renovation im Jahr 2010 war die Reduktion des Energieverbrauchs des Gebäudes und sein CO2-neutraler Betrieb unter Erhalt seiner äusseren Erscheinung. Dies wäre mit einer konventionellen Fassadendämmung nicht möglich gewesen.

Während Dach und Kellerdecke konventionell mit Mineralwolle gedämmt wurden, wurden die Aussenwände innenseitig mit 20 mm EPS und von aussen mit zwei Lagen Spaceloft-Matten à 10 mm ausgestattet. Die Matten wurden angeklebt und zusätzlich mit Dübeln befestigt, welche auch eine Vernetzung für den Putz fixieren. Mit diesen Massnahmen konnte der U-Wert der Wände von ca. 1.9 W/(m²·K) (berechnet) auf 0.40 W/(m²·K) (gemessen) reduziert werden. Damit entspricht der U-Wert den Anforderungen für Renovationen der Norm SIA 380/1. Die wissenschaftliche Begleitung des Sanierungsprojekts wurde durch das Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt.

 

Quellen:

Wenger, Martin, Karim Ghazi Wakili, Bruno Binder und Christoph Tanner. 2012. “Erneuerung Fichtenstrasse 14, Zürich.” Schlussbericht. Zürich: Bundesamt für Energie BFE.

http://www.bfe.admin.ch/php/modules/enet/streamfile.php?file=000000010890.pdf&name=000000290666

Ghazi Wakili, K., B. Binder, M. Zimmermann und Ch. Tanner. 2014. “Efficiency Verification of a Combination of High Performance and Conventional Insulation Layers in Retrofitting a 130-Year Old Building.” Energy and Buildings 82: 237–42. doi:10.1016/j.enbuild.2014.06.050.